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Methodik

Woher die Zahlen kommen, wie sie erfasst werden und worauf man beim Vergleichen achten sollte.

Woher die Zahlen kommen

Alle Werte stammen aus den publizierten Geschäftsberichten der Banken, Geschäftsjahre 2020 bis 2025. Grundsätzlich wird für jedes Jahr der Bericht dieses Jahres verwendet.

Ist ein Bericht nicht mehr verfügbar, stammen die Zahlen aus der Vorjahresspalte des Berichts ein Jahr später. Hat eine Bank die Vorjahreszahlen im späteren Bericht angepasst, können sie leicht vom ursprünglichen Bericht abweichen.

Bei jeder Bank steht pro Jahr, welcher Bericht und welche Seiten verwendet wurden, zum Beispiel „Geschäftsbericht BEKB 2025, Bilanz S. 105, ER S. 106“.

KI-Unterstützung und Prüfung

Über 300 Banken, sechs Geschäftsjahre, jeweils Bilanz, Erfolgsrechnung und Personalbestand: Diese Menge wäre als Privatprojekt von Hand nicht zu bewältigen. Die Werte werden deshalb mit Hilfe von KI aus den Berichten gelesen.

Anschliessend werden sie automatisch geprüft: Summen, Vorzeichen und auffällige Sprünge zwischen den Jahren. Auffälligkeiten werden von Hand im Bericht nachgeschaut. Dazu kommen regelmässige Stichproben, bei denen Werte von Hand mit dem Geschäftsbericht verglichen werden.

Trotzdem können Fehler vorkommen. Fehler gefunden? Hier melden, jede Meldung hilft.

Abschlussarten

Banken veröffentlichen unterschiedliche Abschlüsse. bankmetrics kennzeichnet jeden Wert mit der Abschlussart.

Abschlussart Bedeutung
Einzel Abschluss einer Bank ohne Tochtergesellschaften. Der Normalfall bei Raiffeisen- und Regionalbanken.
Stammhaus Einzelabschluss einer Bank, die zusätzlich einen Konzernabschluss veröffentlicht.
Konzern Abschluss inklusive Tochtergesellschaften.
Gruppe Zusammenfassung rechtlich selbständiger Banken, zum Beispiel Raiffeisen Gruppe oder Clientis Gruppe.

Veröffentlicht eine Bank Konzern und Stammhaus, zeigt ihre Bankseite standardmässig den Konzern. Das Stammhaus ist mit einem Klick umschaltbar.

Eigenkapital und Rückstellungen

Das Eigenkapital wird genau so erfasst, wie es die Bank in der Bilanz ausweist. Viele Raiffeisenbanken halten jedoch einen erheblichen Teil ihrer Reserven in den Rückstellungen und nicht im Eigenkapital. Ihre Eigenkapitalquote wirkt deshalb tiefer als bei Banken, die diese Reserven als „Reserven für allgemeine Bankrisiken“ im Eigenkapital zeigen.

Verschiebt eine Bank solche Reserven von den Rückstellungen ins Eigenkapital, steigt ihre Eigenkapitalquote sprunghaft, ohne dass sich wirtschaftlich etwas geändert hat. Vergleiche der Eigenkapitalquote sind deshalb vor allem bei Raiffeisenbanken mit Vorsicht zu lesen.

Einheiten und Rundung

  • Beträge in CHF Mio. mit einer Nachkommastelle, in Übersichten auch in CHF Mrd.
  • Quoten in Prozent.
  • Veränderungen von Beträgen in Prozent, Veränderungen von Quoten in Prozentpunkten (pp).
  • Personalbestand in Vollzeitstellen (FTE), so wie ihn die Bank ausweist: je nach Bank per Jahresende oder als Jahresdurchschnitt.

Fehlende Werte

„k. A.“ heisst: Die Bank hat den Wert nicht publiziert, oder er ist bei bankmetrics noch nicht erfasst. Fehlende Werte werden nie geschätzt oder aufgefüllt.

Nicht jede Bank hat Zahlen für alle Jahre. Vor allem bei den Raiffeisenbanken fehlen einzelne frühe Jahre, weil ältere Berichte nicht mehr online sind.

Bankengruppen

Die Einteilung folgt den Bankengruppen der Schweizerischen Nationalbank: Kantonalbanken, Raiffeisenbanken, Regionalbanken und Sparkassen, Grossbanken und andere Banken.

Die Gruppe „Andere Banken“ ist bewusst gemischt. Dazu gehören zum Beispiel PostFinance, Migros Bank, Cembra, WIR Bank und die Alternative Bank Schweiz. Ihre Geschäftsmodelle unterscheiden sich stark, Vergleiche innerhalb der Gruppe sind deshalb mit Vorsicht zu lesen.

Rankings und Vergleichswerte

In Rankings, im Vergleichswert (Median) und in den Einordnungs-Diagrammen zählt pro Bank ein Abschluss. Bei Banken mit Konzern und Stammhaus ist das das Stammhaus, weil die meisten Banken nur einen Einzelabschluss haben und so Gleiches mit Gleichem verglichen wird. Deshalb kann der Wert im Ranking leicht von der Bankseite abweichen, die den Konzern zeigt.

Nicht mitgezählt werden Abschlüsse, bei denen Banken doppelt vorkämen oder die ein ganz anderes Geschäft abbilden:

  • Gruppenabschlüsse wie die Raiffeisen Gruppe und die Clientis Gruppe. Ihre Banken sind einzeln aufgeführt.
  • Raiffeisen Schweiz, die Zentralbank der Raiffeisen Gruppe. Sie macht ein anderes Geschäft als die lokalen Raiffeisenbanken.
  • UBS AG mit dem weltweiten Geschäft. Für die UBS zählt die UBS Switzerland AG mit dem Schweizer Geschäft. Die UBS Group AG ist nicht aufgeführt: Ihr Einzelabschluss zeigt nur die Holding, nicht das Bankgeschäft der UBS.
  • VZ Gruppe, die Holding über der VZ Depotbank. Die VZ Depotbank zählt.

Diese Banken bleiben in der Bankenliste und haben eine eigene Seite. Dort steht jeweils, warum sie nicht mitzählen.

Welches Jahr ein Ranking zeigt: Jede Bankengruppe zeigt das neueste Geschäftsjahr, für das mindestens 80 % ihrer Banken Zahlen haben. In der Berichtssaison wechseln die Kantonalbanken deshalb früher ins neue Jahr als die Raiffeisenbanken. Banken, die noch fehlen, stehen unter der Rangliste.

Vergleichswert im Vergleich: Der Median der Bankengruppe, also der mittlere Wert: Die eine Hälfte der Banken liegt darüber, die andere darunter. Standard ist die Gruppe, zu der die meisten gewählten Banken gehören. Angeboten werden nur Gruppen mit mindestens drei Banken. Der Median wird für jedes Jahr aus den Banken berechnet, die in diesem Jahr Zahlen haben. Weil für frühere Jahre nicht von allen Banken Zahlen vorliegen, kann sich die Zusammensetzung von Jahr zu Jahr leicht ändern. Veränderungen und das Wachstum im Verlauf werden deshalb nicht aus dem Median selbst berechnet, sondern als Median der Veränderungen der einzelnen Banken – gezählt werden nur Banken mit Zahlen in beiden Jahren.

Berechnete Kennzahlen

Kennzahlen wie Eigenkapitalquote oder Cost-Income-Ratio berechnet bankmetrics selbst aus den erfassten Positionen, immer mit den Werten am Jahresende. Sie sind mit ƒx markiert. Die Formeln stehen bei jeder Kennzahl.

Banken berechnen manche Kennzahlen im Geschäftsbericht anders, zum Beispiel die Cost-Income-Ratio mit Abschreibungen. Die Werte können deshalb vom Bericht abweichen. Dafür sind sie bei bankmetrics für alle Banken gleich gerechnet.

Zinsaufwand in Negativzinsjahren

Der Zinsaufwand wird als positiver Betrag erfasst. In den Negativzinsjahren bis 2022 erhielten manche Banken auf ihren Verbindlichkeiten unter dem Strich Zinsen, statt welche zu zahlen. Dann ist der Zinsaufwand negativ, so wie im Geschäftsbericht.

Fusionen

Fusionierte Banken bleiben mit ihren Zahlen bis zum letzten eigenen Geschäftsjahr erhalten. Ihre Bankseite verweist auf die Nachfolgebank, die Seite der Nachfolgebank auf die Vorgängerinnen.

Im Fusionsjahr springen Bilanzsumme und andere Beträge der Nachfolgebank. Das ist echtes Wachstum durch die Fusion, kein Fehler.

bankmetrics verlinkt auf die Website der jeweiligen Bank und nennt Bericht und Seiten. Die Berichte selbst werden nicht auf bankmetrics gespeichert. Viele Banken haben nur die letzten Jahre online. Ältere Berichte gibt es oft auf Anfrage bei der Bank.

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